Eine Wahrsagerin findet zu Jesus

“Dieser Lebensbericht ist ein Bericht von Jesu großer Macht über alle Umstände, Lebenssituationen und Abhängigkeiten. Herta ist noch immer in unserer Gemeinde und arbeitet sehr engagiert mit. Gott gab ihr das glühende Verlangen im Gebet und in der Fürbitte für Menschen und Umstände zu beten. Denn sie hat erlebt: Gebet kann alles verändern!”

Ich komme aus einer Familie mit fünf Kindern. Immer das jüngste Kind war der jeweilige Liebling meiner Eltern. Meine Mutter war Hausfrau und bildete den Ruhepol. Innerlich war sie aber aufgerieben und ist später am Alkohol gestorben. Ich stamme aus einer armen Arbeiterfamilie. Der Vater ist lange Zeit arbeitslos gewesen und oft hatten wir Zeiten, in denen das Brotfach verschlossen blieb. Die Armut störte mich nicht, aber das mir meine Eltern keine Liebe zeigen konnten, tat mir sehr weh. Denn ich suchte immer Anschluß, Liebe.

Schon meine Großmutter beschäftigte sich mit okkulten Sachen: Kartenlegen, Tische rücken gehörte für sie zum Alltag. Oft kamen dann sogar die Nachbarn dazu, um für sich Lösungen oder Zukunftsfragen zu klären. Meine Mutter hat dann später auch Karten gelegt, Tische gerückt.

Genauso gehörte auch Alkohol mit zum Leben in unserer Familie. Meine Mutter und mein Bruder sind an Alkohol gestorben. Alles war nach außen hin ordentlich, alle waren in der Schule unauffällig, aber hinter den Mauern unserer Wohnung gärte es. Wir waren eine Familie, bei der die Öffentlichkeit nicht merkte, daß da etwas nicht stimmte.Ich ging sehr früh (wie alt?) mit einer großen Wut auf meinen Vater weg von meiner Familie.

Mit 16 habe ich mich mit einem Arbeitskollegen meines Bruders verlobt. Hauptsächlich um weg von meiner Familie zu kommen. Er war sechs Jahre älter, doch ich fand eine väterliche Bezugsperson. Doch mein Verlobter war alkoholabhängig.

Dann begann eine einzige Party: Viel Rauchen, Alkohol, Stammtisch, so richtig die Sau rausgelassen. Mein Motto war, alles mitzunehmen, was ich bekommen kann. Dafür habe ich bald gesundheitlich bezahlen müssen.

Bald schon stellte sich Platzangst ein - ich wurde psychisch krank. Schon als Kind war ich immer krank, ich hatte jede Krankheit und für ein ¾ Jahr war ich sogar gelähmt. Die Ärzte forderten meine Eltern auf, mich sterben zu lassen. Als Kind bin ich immer umgekippt, habe mir dadurch die Zähne ausgeschlagen, Lehrer haben mich heimgebracht, der Priester hat mich heimgebracht. Ich wuchs zu schnell.

Jetzt die Angst vor großen Plätzen. Ich fand beim Finanzamt in der Kantine Arbeit. Ich saß da und ich realisierte so viele Leute, so viele einzelne Tische. Mir wurde schwindelig und ich bekam große Angst. Ich mußte rausrennen, da überkam mich Angst vor dem großen Treppenhaus. Ich brauchte immer kleine Kuschelecken und jemand zum Anlehnen - doch große Räume waren für mich der Horror. Ich wurde dann sehr oft krank, merkte selber, daß ich in einem schlimmen Zustand bin.

Aber wenn ich mal einen “schöppelte”, Glas Wein getrunken habe - gings mir gut, es hat im Kopf nicht mehr gebrummt, ich konnte auch mal in einem großen Raum unter Leuten sitzen. Doch das war natürlich auch heimtückisch. Der Griff zum Alkohol wurde immer selbstverständlicher für mich.

Immer mehr gab es Streit mit meinem damaligen Verlobten, bis wir uns gegenseitig verprügelten. Ich habe noch heute Narben davon. Es kam dann so schlimm - ich wollte von ihm Zuneigung, wurde aber dadurch krankhaft eifersüchtig. Schrie ihn an: Du magst mich nicht.

Durch unsere Saufgelage am Stammtisch, lernte ich meinen jetzigen Mann kennen. Er saß ganz schüchtern und ohne Alkohol an einem der Tische. Ich dachte mir - der gefällt mir, ein junger, hübscher Mann, trinkt wenig.
Als ich meinen Mann, als einzigen soliden Menschen gesehen habe, nicht mit diesen merkwürdigen Qualitäten suchte ich Blickkontakt. Es hat nur ein paar Wochen gedauert und ich löste meine alte Verlobung und bin zu meinem jetzigen Mann. Er wollte Familie, Kinder - ein Traum ging für mich in Erfüllung.

Im Mai lernte ich ihn kennen und im Oktober haben wir schon geheiratet. Zu dieser Zeit war ich zwanzig Jahre alt. Wir wohnten in V. - mein Mann war den ganzen Tag auf Arbeit und ich war mit dem Kind ganz allein. Niemand in der Nähe. Obwohl ich sie die ganzen Jahre nicht gebraucht hatte, fiel mir jetzt meine Mutter wieder ein. Ich wurde depressiv - mir fiel die Decke auf den Kopf. Im Park ging ich den ganzen Tag spazieren, suchte Kontakt zu jemanden - doch niemand sprach mich an.

Diese Angst vor weiten Räumen wurden so schlimm, daß ich die Wohnung nur verlassen konnte, wenn ich mich am Kinderwagen festhielt. Dazu kamen meine Kreislaufstörungen - ich wurde sehr schnell ohnmächtig. Mir ging es physisch und psychisch nicht mehr gut. Ich ging nur noch fort, wenn ich mich an meinem Mann oder am Kinderwagen festhalten konnte.

Wir sind dann sehr bald in die Nähe meiner Mutter gezogen, die sich sehr lieb um mich gekümmert hat. Da sie mein Fenster sehen konnte, verabredeten wir, daß ich ein Tuch aus dem Fenster hängen sollte, wenns mir nicht gut ging. Sie kam dann und versuchte mir zu helfen.

Meine Mutter trank auch - und so wie sich manche Menschen zum Kaffeetrinken trafen, trafen wir uns zum schöppeln. Mir ging es wieder besser, weil die Mutter in der Nähe war. Es kam das zweite Kind. Einige Zeit später verlor mein Mann innerhalb von vier Wochen seine Haare. Mir zog es wieder den Boden unter den Füßen weg. Mein Mann ist ein lieber Familienvater, doch er veränderte sich dadurch von seiner Psyche. Er konnte sich nicht mehr annehmen, die Leute haben ihn nicht mehr angeschaut und gegrüßt, weil sie dachten, er hat Krebs. In der Arbeit ist er bestimmt gehänselt wurden, doch darüber hat mein Mann nie gesprochen.

Wieder rüttelte etwas ganz gewaltig an meinem Leben. Ich fing an zu suchen und zu träumen. Mein Mann zog sich vollständig von Menschen zurück und ich dachte mir, im Notfall genieße ich mein Leben halt ohne diesen Mann. Ich flüchtete mich in Tagträume. Das Träumen allein genügte mir nicht - ich suchte.

Öfters bin ich zu meiner Mutter - sie konnte Karten legen. Zu diesem Zeitpunkt legte sie keine Karten mehr, weil sie Menschen Karten gelegt hat, was schlechtes bekommen hat und das traf dann auch tatsächlich ein. Sie bekam Angst davor - doch ich überredete sie so sehr, daß sie wieder anfing, ihren Kindern Karten zu legen.

Das reichte mir nicht - ich kaufte mir Zeitschriften, ging selber zu einer Wahrsagerin. Komischerweise sagten alle - obwohl sie nichts von meinem Mann wußten, daß er nervenkrank sei und sterben würde. Es kam das Zerstörerische zu Tage. Sie schickten mir für ein paar Tage einen Geist mit - ich wußte wirklich nicht auf was ich mich einließ. Mein Zustand verschlimmerte sich zusehends - ich rauchte Kette (40 - 50 Stück am Tag) und fing schon nachmittags zu trinken an.

Ich suchte bei den Wahrsagern irgendeine die meine Träume bestätigt, daß sie Zukunft werden. Es fing ein schlimmer Kreislauf an.

Irgendeiner hat mir zwar ein kleines Stückchen weitergeholfen - doch nie richtig. Die Angst wurde immer realer. Ich habe manchmal sogar um mein Leben gezittert. Dann ging es mir für ein paar Stunden gut, wenn ich mich mit etwas okkultem eingelassen habe. Versuchte dann sogar Tote anzurufen.

Immer wenn ich zu einem Wahrsager ging - betete ich: Gott hilf mir!
Als kleines Kind katholisch erzogen, hatte ich nie mit Gott gebrochen - doch ich wußte nicht wie man mit ihm lebt. Auf jeden Fall war es dann so ein schlimmer Kreislauf.

Für meinen Lebenswandel habe ich dann ja auch Geld gebraucht und ich fing an selber Karten zu legen. Leute kamen zu mir und wollten Hilfe. Es ging immer weiter runter - in dieser Phase immer weiter runter. Die Angst wird schlimm - du bekommst wahnsinnige Angstzustände.

Ich wohne seit 22 Jahren in einem Hochhaus. Die Angst wurde so schlimm, daß ich auf unseren Balkon bin und runterspringen wollte - ich wollte vor der Angst davonrennen. Ich wurde gejagt von der Angst. Ich kam aber mit all den Sachen nicht weiter. Versuchte mein Leben in die Hand zu nehmen - doch kam nicht weiter.
Doch ich suchte weiter - ich suchte auch Gott. Ich ging in alle katholischen Kirchen und flehte alle Heiligen an, die ich traf. Das mußte ich auch mitnehmen. Es half nichts. Eines Tages kam ich in die Augustinerkirche und ich sah das Kreuz an dem eine Skulptur von Jesus hing. In meiner Not schrie ich - “Bitte Jesus hilf mir!”

Dieser Schrei wurde erhört.

Die Wende kam in meinem Leben.

Ich fing beim Aldi an zu jobben und jemand aus meiner Gemeinde fing auch an da zu arbeiten. Sie kam auf mich zu und sagte: ‘Ich höre christliche Musik, willst Du auch mal hören?’ und hielt mir ihren Walkman hin. Ich erwiderte: “Ich gehe auch in die Kirche!” und freute mich, daß ich mit jemanden etwas spirituelles teilen konnte. Sie lud mich zu sich ein und fing an von Jesus zu erzählen. Sie brachte mir Jesus in mein Leben und ich wurde Schritt für Schritt gesund. In meinem Wohnzimmer übergab ich mein Leben dann Jesus. Ich fing an in der Bibel zu lesen. Christen begannen für mich zu beten.

Eines Tages ging ich in die Gemeinde und wurde unserem Pastor vorgestellt. Im ersten Gottesdienst kam er auf mich zu und fragte, ob er etwas für mich tun könne. Ich erzählte ihm von meiner Angst und er betete ein kurzes Gebet. Schritt für Schritt bin ich meine Angst losgeworden, doch seit den zehn Jahren, in denen ich gläubig bin, bin ich nur noch einmal umgefallen. Ich fing an gesund zu werden - bin auch nicht mehr ohnmächtig geworden.

Ich fühle mich überall wohl - egal wie die Räume sind. Ein großes Geschenk! Gott machte mich von Alkohol frei und nach meiner Bekehrung nach sechs Wochen, wurde ich von Zigarretten frei. Ich hab nichts mehr tun müssen - sie schmeckte mir einfach nicht mehr. Ich zog an einer Zigarette und mir ist richtig schlecht geworden. Von 15 bis 35 Jahren viel geraucht - mit Jesus frei geworden.

Es ging auch körperlich bergauf. Der Herr zeigte mir auch einen Weg für meine Familie. Mittlerweile kann ich auch Lebensumstände bejahen, die schwierig sind und ich muß nicht mehr ausbrechen. “Ich habe es erlebt, was für eine Kraft dahintersteht, wenn man den Namen Jesus anruft.” Wenn ein Mensch nur den Namen Jesus anruft... geschieht gewaltiges:

Ich bin nun frei von:
- Wahrsagerei
- Alkohol
- Zigaretten
- Neurosen
- körperlichen Gebrechen

nur durch den Satz: “Jesus hilf mir!”

Von da an ist Gott in mein Leben gekommen und hat mir Heil, Heilung, Befreiung, Errettung, Friede, Freude und Stärke gegeben. Weisheit in Lebensumständen, das man mit Gottes Hilfe ausharren und hoffen kann. Wir werden immer Schwierigkeiten haben, aber es macht Freude mit Gott auch dadurchzugehen.

Wenn man sich mit okkulten Mächten einläßt, das ist wie wenn ich dir eine Schlinge um den Hals lege und zuziehe. Es nimmt dir das Leben. Wenn man dem Teufel die kleine Hand gibt, nimmt er dein Leben. Er raubt dir dein Leben ganz, deine Gesundheit, deine Familienangehörigen. Wenn man Gott sein Leben gibt, fängt er an alles wieder heil zu machen. Meine Kinder haben sich später bekehrt - Gott heilt.

Ich legte Karten, Tische rücken, Kaffeefilter lesen, aus der Hand, trug Steine Durch den starken Alkoholkonsum war meine Leber total kaputt Immer wieder die Angst - als Nichtchrist weiß man ja nicht, woher die Angst kommt. Ich habe ganz bewußt mit allen okkulten Sachen in meinem Leben gebrochen. Spektakulär war meine Taufe - ich war total krank, stand zitternd am Beckenrand. Umso schneller ich getauft wurde - wieder war ich von Angst so geplagt, es ging mir ans alte Leben. Der Teufel hat mich versucht bis zuletzt festzuhalten. Aber als ich aus dem Wasser kam, war Friede.

Herta O.


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