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Zeugnisse / Lebensberichte   Eine Begegnung mit Gordon MacDonald
05.09.2008 von Osponde

Beginnen wir in der Zeit, in der ich, obgleich ich es mir auch einbildete, Gott noch nicht kannte. Ich war damals schon Schriftsteller, wenn auch nur nebenberuflich und mit eher bescheidenem Erfolg und hatte mich längst daran gewöhnt, dass meine Alkohol- und Tablettenabhängige Lebenspartnerin, mit der ich seit zehn Jahren zusammenwohnte, mit all ihrer Energie versuchte, sich selbst, mich, und unser Leben zu ruinieren und mich in ihren Exzessen, manchmal nicht nur verbal, sondern auch mit Händen, Füssen und Gegenständen angriff.

Doch schließlich würde ich ja irgendwann ein bekannter Schriftsteller sein, was sollten mir da solche Kleinigkeiten?

Dass auch ich selbst, lange Zeit vorher Alkohol-, Tabletten- und Drogenabhängig gewesen war, passte dann ja auch eher gut in meine Biographie.

Längst hatte ich fast alle Schriften der Weltreligionen gelesen und mir ein eigenes Weltbild daraus geformt, welches sich sogar mit den neusten Erkenntnissen der Physik in Einklang bringen ließ, wenn es mir dabei jedoch auch nicht verborgen geblieben war, dass diese Philosophie, nach der ich vor einigen Jahren mein Leben ausgerichtet hatte, mehr und mehr an Substanz verlor, und ich in meinen Bemühungen Erfolg mit meinen Büchern zu erzielen, auf eine erschreckende Art, immer mehr jenen zu gleichen schien, die ich ursprünglich in meinen Satiren und Gedichten angeklagt hatte, so hielt ich doch daran fest. Dass ich meine eigene Sucht allein schon mit der Ausübung des sog. Herzensgebetes, eines Gebetes, welches unaufhörlich wiederholt wird und lautet: - Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme dich meiner, eines Sünders - , überwunden hatte und jetzt seit fast zehn Jahren völlig drogenfrei war, brachte auch keine Veränderung mehr in unser Leben. Denn obwohl es ein Wort Gottes, ein Vers aus der Bibel war, der die Kraft hatte, mich aus meiner Sucht zu befreien, folgte ich nicht dem lebendigen Gott. Bis jene Begegnung an einem Oktobertag 2003, unser Leben von Grund auf verändern und erneuern sollte. Ich war an diesem Tag zum Einkaufen in einen Aldi Markt in einer Kleinstadt in Rheinland Pfalz gegangen und vor der Kasse wartete eine junge, attraktive Inderin, die mich, da ich nur wenige Artikel gekauft hatte, zum Bezahlen vorließ. Ich bezahlte, ging aus dem Markt und wollte nach Hause fahren. Doch dann hielt ich plötzlich inne. Irgendetwas an dieser hübschen Inderin hatte mich stutzig gemacht. Irgendetwas hielt mich zurück.
War es ihre Freundlichkeit, die wie ein Lichtstrahl die dunklen Wolken meiner düsteren Stimmung durchdrungen hatte?
Was unterschied Rena, einem Mitglied einer freien Christengemeinde, wie sie sich mir kurz darauf vorstellen sollte, in deren schönen dunklen Augen mir ein vollkommenes Glück, eine vollkommene Zufriedenheit entgegenzustrahlen schienen und die in ihrer zauberhaften Ausstrahlung, wie ein Engel inmitten von Übeltätern wirkte, von den vielen anderen Menschen, welche mir täglich begegneten und an denen ich achtlos vorübergehen konnte? Dem musste ich auf den Grund gehen und zu dem Zweck sie näher kennen zu lernen, übergab ich Rena, als sie den Supermarkt ebenfalls verlassen hatte, einen Aufkleber auf dem mein Buch abgebildet war, welche ich zu jener Zeit überall verteilte und erzählte ihr von meinen Büchern, davon, dass ich in meinen Büchern gegen den ganzen Wahn der sich heute auf der Welt abspielt anschrieb, und daher der Titel eines meiner Bücher konsequenterweise auch „Das Theater des Wahns“ lautet und von vielem anderen mehr. Doch was war dies? Anstatt beeindruckt zu sein, einen zukünftig berühmten Schriftsteller, der immerhin schon fünf Bücher veröffentlicht hatte, vor sich zu haben, erzählte Rena von Gott. Von dem Lebendigen Gott, den sie persönlich kennen gelernt hatte und kannte, der mitten unter uns ist und in all seiner Liebe zu uns, sehnlichst darauf wartet, dass wir uns ihm zuwenden, damit er uns in seiner unermesslichen Gnade, mit seinem vollkommenen Frieden, seiner unendlichen Fülle und Herrlichkeit, seiner grenzenlosen Güte, ja, - dem Ewigen Leben beschenken kann.
Erzählte davon, dass Gott auch an ihr ein Wunder gewirkt und sie von ihrem, nach der Diagnose der Schulmedizin, unheilbaren Rheuma geheilt hatte. Und als sei dies noch nicht genug, begann sie dann sogar unbeeindruckt des hektischen Betriebes vor dem Supermarkt, unbeeindruckt von den uns umgebenden Menschen, welche ihre Einkaufswagen hin- und herschoben, die gekauften Waren in ihren Autos verstauten oder die leeren Einkaufswagen zurückschoben um die Pfandmünze zu entnehmen, für mich und meine Freundin zu beten.

Als ich wieder nach Hause kam konnte ich kaum fassen was ich dort vorfand. Meine Lebensgefährtin, die mich noch bei meinem Wegfahren übelst beschimpft hatte, war in einer völlig anderen Stimmungslage und bereute sogar ihr Verhalten.

Sollte ein einziges Gebet solch eine Wirkung gehabt haben?
Noch erstaunlicher war für mich jedoch, dass sie sich sofort bereit erklärte den Heilungsgottesdienst mit dem Pastor Andreas Herrmann vom Christlichen Zentrum Wiesbaden, zu welchem wir von Rena eingeladen worden waren, mit mir gemeinsam zu besuchen. Jenen Heilungsgottesdienst in dem die Wahrheit über den lebendigen Gott, die Rena mir erstmalig erzählt hatte, mehr als Worte dies je vermögen, in einer uns bis dahin unbekannten und ungeahnten Dimension die dort in unser Leben hereinbrach, mehr als bestätigt wurde.

Zu Beginn des Heilungsgottesdienstes hielt Andreas Herrmann eine Einführungsrede in welcher er unter anderem erklärte, dass der Lebendige Gott, auch ein Gott der Heilung ist und einer der hebräischen Namen Gottes: „Jahwe Rapha“, nichts anderes bedeutet als: Der Herr der dich heilt (2.Mose 15,26) .
So wie Rauch auf ein vorhandenes Feuer hinweist, so weisen die Zeichen und Wunder, die sich wie ein roter Faden durch die Kirchengeschichte ziehen, als Gottes lesbare Fingerabdrücke, auch heute noch auf einen vorhandenen Gott hin.

Denn Jesus Christus ist derselbe, Heute, Gestern und in aller Ewigkeit (Heb. 13,8), verdeutlichte Andreas Herrmann in seiner Rede das Fundament, auf welchem die vielen Heilungen und Wunder durch ihn geschehen.

Fasziniert hörte ich ihm zu, als er von der Wahrheit und der Kraft des ursprünglichen, unverfälschten Christentums sprach, davon, dass in jedem, dessen, durch den Heiligen Geist wieder geborene, menschliche Geist in seinem Leben vorherrscht und der seine Seele, anstatt ausschließlich auf die Materie, auf Gott und auf Gottes Wort hin ausrichtet, dieses verinnerlicht und sich dabei Jesus Christus zum Vorbild nimmt, das Wort Gottes bald lebendig wird; und er irgendwann schließlich die gleichen Werke tun, über die gleiche Kraft verfügen kann, wie Jesus selbst.
So wie es in Markus 16, Vers 17 – 18 geschrieben steht:

„Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben,
sind die: In meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit
neuen Zungen reden, Schlangen austreiben; und so sie etwas
Tödliches trinken, wird’s ihnen nicht schaden;
Auf die Kranken werden sie die Hände legen, und es wird besser
mit ihnen werden.“

Wie ich selbst, weiß sicherlich jeder aus eigenem Erleben, dass dieses Wissen um die Kraft des gelebten Christentums in den westlichen Industriegesellschaften weitgehend verloren gegangen ist. Überdeckt von dem in diesen Konsumgesellschaften vorherrschenden rationalen Denken, dem blinden Wissenschaftsglauben, der für alles eine Erklärung in der Materie sucht. Überdeckt ist, von dem menschlichen Verstand, welcher nicht über die Sinneswahrnehmungen hinauszublicken vermag, und der versucht, alles was er nicht verstehen kann zu verformen, so weit zurechtzubiegen, bis es in sein begrenztes Wahrnehmungsfeld passt, um damit die Illusion zu nähren und aufrecht zu erhalten, dass er selbst die Kontrolle über die Dinge, die Geschehnisse hat und über diese herrscht.

Doch kann jemand, der an der Küste eines Meeres steht, weiter blicken als bis zum Horizont?

Und müssen diesem Blick nicht die unermessliche Weite, die Tiefe, die verborgenen Strömungen des Ozeans, die Stürme die sich vielleicht schon irgendwo zusammenbrauen, die unzähligen Fische, Pflanzen und die bizarren Landschaften am Grunde des Meeres, verborgen bleiben?

Ebenso blickt der Verstand in die Tiefe des Geistes.
Doch die Wahrheit lässt sich weder verformen, noch in die Grenzen des Verstandes pressen. Die Wahrheit verformt und befreit jeden der ihr folgt, zur Wahrheit selbst.
„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“, steht in Johannes 14, Vers 6 geschrieben. Die Wahrheit ist Jesus Christus.
Und hier war jemand, der Jesus Christus, - der Wahrheit mit aller Konsequenz, mit allem Mut und in aller Entschlossenheit folgte, und dessen Leben sich daher durch jene Zeichen und Wunder auszeichnet, die Jesus durch ihn wirkt: Andreas Herrmann.

Nachdem dieser seine Einführungsrede beendet, gebetet und die Anwesenden einige Lobpreislieder angestimmt hatten, war sie da, die manifeste Gegenwart Gottes, - Gott selbst! Unglaubliches tat sich vor meinen Augen!

Einer der Anwesenden, der von Andreas Herrmann nach vorne gebeten worden war, nachdem er sich auf dessen Frage hin, wer eine Berührung mit dem Heiligen Geist haben wollte, gemeldet hatte, wurde wie von unsichtbarer Hand, von einer plötzlich vorhandenen Kraft durch fast den ganzen Raum nach hinten geschoben. Andere konnten sich in diesen Kraftströmen, Strömen des lebendigen Wassers vom Thron Gottes (Offenbarung 22,1, Johannes 7:38), wie ich später in der Bibel nachlesen konnte, nicht aufrecht halten und kippten nach hinten um, was hin und wieder auch in den Reihen der Zuschauer passierte, denn der Heilige Geist erfüllte fühlbar den ganzen Raum. Verletzt wurde dabei jedoch niemand und eine Zeugin, die später bei einer Berührung von diesen Kraftströmen eine Heilung erfahren hat, berichtete, dass sie sich im Fallen und als sie auf dem Boden lag, wie auf einer Wolke schwebend empfunden hat, und dabei erfüllt war, von einem unbeschreibbaren Frieden und einem Gefühl der Geborgenheit. Als Andreas Herrmann wenig später dann jene Personen nach vorne rief, welche an diesem Abend von einer Krankheit geheilt werden sollten, überwand meine Lebensgefährtin ihre bodenlose Angst, die angesichts der wunderbaren Geschehnisse vor unseren Augen mehr und mehr in ihr aufgestiegen war, stand auf und trat vor Andreas Herrmann, in dessen Augen allein, sich schon ein unerschütterlicher und tiefer Glaube widerzuspiegeln schien.
Und als dieser dem Sinn gemäß in etwa folgende Worte sprach:
Im Namen von Jesus Christus von Nazareth, verflüchtigt euch Krankheiten!

Verflüchtigt euch mit allen Hacken und Ösen! Der Name Jesu ist stärker als der Name Sucht! Der Name Jesu ist stärker als alle Namen! Krankheit, raus aus dem Körper!, fühlte sie, wie es in ihr rumorte und im nächsten Augenblick etwas aus ihr entwich, fühlte sich plötzlich frei und glücklich, spürte wie ein tiefer Friede in sie einkehrte, den sie vorher nie gekannt hatte. Sie fühlte sich, als sei sie neu geboren. Dass sie mir dann am gleichen Abend noch, ihre restlichen Beruhigungstabletten, mit der Bitte diese zu entsorgen, übergeben hat, muss jedem, der sie damals kannte, auch als ein Wunder erscheinen. Am Schluss des Gottesdienstes rief Andreas Herrmann jene Leute nach vorne, die auf seine Frage hin, wer sein Leben Jesus Christus übergeben wolle, den Arm gehoben hatten. Da ich mich auch unter diesen befand, folgte ich, wie viele andere, eilig diesem Aufruf. Gemeinsam sprachen wir Andreas dann in etwa dieses Gebet nach:

Herr Jesus Christus, ich nehme Deine Einladung an und komme zu Dir mit allen meinen Sünden, Problemen und Abhängigkeiten. Ich sage mich los von aller Macht der Finsternis und des Teufels und wende mich zu Dir, Herr Jesus. Ich setze mein Vertrauen ganz auf Dich. Du bist der Sohn des lebendigen Gottes. Ich glaube von ganzem Herzen, was ich jetzt mit meinen Worten vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt bekenne: Du bist mein Erlöser, mein Herr und mein Gott. Ich danke Dir, dass ich jetzt ein Kind Gottes bin. Ich öffne mich für Deinen Heiligen Geist und will Dir alle Tage meines Lebens nachfolgen. Ich vertraue Dir und überlasse mich Deiner Führung. In Jesu Namen! Amen!

Im gleichen Moment in welchem ich dies Gebet beendet hatte, kam Jesus spürbar in mein Leben und ich empfing ein neues, klares Bewusstsein für geistige Wahrheiten, denn erst jetzt verstand ich wirklich die Bedeutung folgender Worte aus dem Evangelium:

Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als der Geist des Menschen, der in ihm ist?

Also auch weiß niemand, was in Gott ist, als der Geist Gottes.
Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich gerichtet sein.
(1.Korinther 3: 11,14)
So wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Untugend.
(1.Johannes 1:9)

Wir können Gott nur erkennen, wenn wir von ihm berührt worden sind und er uns die Augen für die Wahrheit öffnet. Nur durch das Gebet zu ihm, durch seine Gnade und den Tod von Jesus Christus am Kreuz, der unsere Schuld auf sich genommen hat, können wir vor Gott treten. Nur der Geist Gottes selbst kann uns die geistigen Augen öffnen und uns zum Verstehen der Wahrheit führen. Sobald wir Gott mit ehrlichem Herzen um Vergebung unserer Schuld bitten, sieht er unsere Sünden nicht mehr an. Wir können wieder rein und freimütig vor ihn treten. Ängste und Schuldgefühle verschwinden und dank seiner Gnade, haben das ewige Leben empfangen.

Doch wie war ich nach Rheinland Pfalz gekommen, um genau zu
jenem Zeitpunkt, an welchem ich am Ende und innerlich bereit dazu, alles Vergangene, wie etwa meine gescheiterte Beziehung zu meiner Lebensgefährtin, hinter mir zu lassen und auf Rena zu treffen, die mich zu dem Heilungsgottesdienst einlud, in welchem ich ein völlig neues Leben geschenkt bekam?
Warum war gerade ich errettet worden, während täglich allein in Deutschland Millionen von Menschen an dem einzigen wirklichen Heil in Gott vorbei leben und an ihren Sorgen und Ängsten zu ersticken drohen?
Nicht wissend, dass sie ohne Jesus Christus in alle Ewigkeit verloren sind. Nichts ahnend von den geistigen Welten, die ebenso existent sind wie die materielle sichtbare Welt, in der sie sich für eine ganz kurze Zeit einzurichten versuchen und die sie doch bald unwiderruflich wieder verlassen müssen. Betrachten wir uns zunächst ein paar Szenen aus meinem vergangenen Leben, aus der Zeit meines exzessiven Drogenkonsums, um die Antwort zu finden:

In kalten Schweiß gebadet, am ganzen Körper zitternd, erwachte ich frühmorgens auf dem nackten, kalten Boden des überdachten Eingangsbereiches eines Geschäftes liegend, das sich in der Fußgängerzone irgendeiner deutschen Großstadt befand. Die Stadt ruhte noch. Ich hatte Angst die wohlige Wärme meines Schlafsackes, des einzigen Zufluchtsortes der mir geblieben war, zu verlassen. Um dieses noch einen Moment hinauszuzögern, drehte ich mir mit zitternden Händen eine Zigarette, zündete diese an und gab mich dann ganz der beruhigenden Wirkung des Nikotins hin, bis mein, durch meinen ständigen Alkohol- und Drogenkonsum völlig durcheinander geratener Körper mich zwang, den Schlafsack zu verlassen, um, da keine Toilette in der Nähe war, eiligst die nächste Grünanlage aufzusuchen. Ich erreichte jedoch lediglich einen, der inmitten der Fußgängerzone aufgestellten großen, bepflanzten Blumenkübel, dessen Strauchwerk mich zumindest ein wenig verbarg und erledigte hektisch, immer in der Angst ertappt zu werden, mein
Vorhaben. Als ich damit fertig war, ging ich zurück zu meinem nächtlichen Lagerplatz, zündete mir erneut eine Zigarette an und nachdem ich auch diese fertig geraucht hatte, begann ich damit meinen Schlafsack zusammenzurollen, wobei ich mich jedoch immer
wieder übergeben musste und der aufgrund dieser im Entzug äußerst anstrengenden Arbeit jetzt noch intensiver hervortretende kalte Schweiß, mich immer wieder zwang Pausen einzulegen. Als ich dann endlich den Schlafsack in den Rucksack gezwängt, meine Taschen durchsucht und darin noch ein Zweimarkstück sowie zehn Beruhigungstabletten, die vom vorherigen Tage übriggeblieben waren, gefunden hatte, zog ich auf wackeligen Beinen los, um irgendwo eine Flasche Bier aufzutreiben. Nach einer kurzen Strecke stieß ich auf eine Bäckerei die um diese Zeit schon geöffnet hatte und kaufte unter den herablassenden Blicken der Verkäuferin hinter der Theke, ein Brötchen und eine Flasche Bier und spülte damit sofort nach dem Verlassen der Bäckerei die Tabletten gierig in einem Zuge hinunter, bevor ich das Brötchen hinunterwürgte. Dies jedoch nur, um eine bessere Wirkung der Tabletten hervorzurufen. Ich versuchte mich an den letzten Tag zu erinnern. Doch wie so oft, fehlte mir auch heute die Erinnerung daran, denn mein Drogenkonsum hatte mittlerweile solche Ausmaße angenommen, dass ich immer häufiger nicht einmal mehr wusste, in welcher Stadt ich morgens gerade aufwachte, ganz zu schweigen davon, wie ich dorthin geraten war.
Ich ging weiter und fragte den nächsten Passanten der mir entgegenkam: „Entschuldigung, ich habe wieder einmal einen leichten Filmriss, können sie mir vielleicht sagen in welcher Stadt ich hier bin?“
Trotz des ungläubigen Staunens, welches sich jetzt auf dessen Gesicht abzeichnete und der Verwunderung, die solch eine Frage ganz offensichtlich bei dem nun stehen gebliebenen Passanten hervorrief, antwortete dieser wahrheitsgemäß, setzte dann aber eiligen Schrittes seinen Weg fort.
Manchmal, je nach meiner Stimmung, bzw. dem Grad meines Rausches, versuchte ich in solchen grotesken Situationen mein Gegenüber in ein Gespräch zu verwickeln, um auf diese Art schnell noch ein oder zwei Mark zu schnorren. Heute unterließ ich dieses jedoch. Da die zuvor eingenommenen Tabletten jetzt langsam eine Wirkung zeigten und damit meine schlimmen Entzugserscheinungen ein wenig linderten, aber bei Weitem noch nicht genügten um mich einigermaßen sicher über den Tag zu bringen, musste ich jetzt schleunigst etwas unternehmen und für Nachschub an Alkohol, Tabletten und Drogen zu sorgen, bevor die Wirkung wieder zu verschwinden drohte. Zu diesem Zweck war ich gezwungen zunächst das Sozialamt der Stadt aufzusuchen, um mir dort einen Tageskrankenschein und den Tagessozialhilfesatz für Obdachlose, der je nach Ort zwischen fünfzehn und siebzehn DM betrug, abzuholen. War dieses erledigt, musste ich einen Arzt ausfindig machen, der bereitwillig die begehrten Rezepte ausstellte. Ich schlug die Richtung zur Stadtverwaltung ein, beschleunigte jetzt zielstrebig meine Schritte und dachte dabei an früher:
Wie war ich nur hierher geraten, in diese aussichtslose Lage?
In diesen Kampf um meine nackte Existenz, diesen Kampf um die Drogen, die mich schon so oft an den Rande des Todes geführt hatten und dem ich immer wieder, wie durch ein Wunder, nur um Haaresbreite entgangen war, um dann auf der Intensivstation irgendeines Krankenhauses aufzuwachen?
Nur, um diesen Kampf am nächsten Tag von neuem zu beginnen. Hatte diese Odyssee nicht damit begonnen, dass ich mich, auf der Suche nach meiner eigenen Identität, in meiner Jugend gegen das Alte und Herkömmliche, gegen die, von meiner Umwelt als einzig gültiges Weltbild vermittelte, Verherrlichung von Leistung und Konsum, aufgelehnt hatte?

Dabei jegliche Autorität in Frage stellend, anstatt sie kritiklos anzuerkennen, um in diesem Tun auf den erbittersten Widerstand zu stoßen, so dass ich schließlich die Anerkennung meiner Person, die mir von solch einer starren Leistungsgesellschaft in der nur Geld und Erfolg zählte, nicht entgegengebracht worden war, in der Subkultur der Drogenszene gesucht hatte?

In meinem Innern dennoch hin- und hergerissen zwischen diesen beiden Welten, und an der Richtigkeit meiner eigenen destruktiven Handlungen, dem ganzen Gehabe und Getue in der Drogenszene ebenso, wie an der Richtigkeit der materialistischen Gesellschaftsform, mit ihrer Zerstörung der Umwelt, ihrem erbarmungslosen Geist der Leistung zweifelnd, hatte ich damals immer größere Mengen an Rauschmitteln konsumiert, um das schlechte Gewissen, welches mich nach jedem Rausch aufs Neue quälte zu vertreiben und meine innere Zerrissenheit nicht mehr zu fühlen. Und war ich dann nicht immer tiefer in dieses Situation, immer tiefer in die Drogenszene hineingeraten, bis schließlich die Drogen selbst meine Identität geworden waren?

Eine Identität die nach jedem Rausch verschwand und mich ängstlich und unsicher zurückließ. Und doch erahnte ich damals schon auf diesem leidvollen Weg der Sucht, der mich in die höchsten Höhen und die Tiefsten Abgründe meiner Seele führte, dass es noch etwas anderes geben musste. Etwas dass jene unstillbare Sehnsucht, die ich von Kindheitstagen an in meinem Innern verspürt hatte und die mich immer wieder zur der rastlosen Suche antrieb, jene unstillbare Sehnsucht, die ich mit Drogen zu betäuben versuchte, stillen konnte.

War es jene Kraft, die mich immer wieder auf wundersame, jeder Vernunft widersprechenden, Weise vor dem Tode gerettet hatte, wenn ich wieder einmal nach einer Überdosis Tabletten, Heroin oder dem von mir bevorzugten Gemisch aus den verschiedensten Drogen, bewusstlos zusammengebrochen war?
Eine auf meinem Weg liegende Kirche riss mich aus meinen Gedanken. Ich wusste, dass der zuständige Pfarrer meist ganz in der Nähe wohnte und klingelte an der Tür eines Hauses, in welchem ich diesen vermutete.
„Entschuldigung, ich bin auf der Durchreise, können sie mir vielleicht mir vielleicht mit ein paar Broten und etwas Kleingeld aushelfen?“, fragte ich, als ein Mann die Haustür öffnete, den ich sofort als den Pfarrer identifizierte.
„Ich kann ihnen gern ein paar Brote schmieren, aber ihnen Geld zu geben ist mir verboten“, antwortete dieser.
„Ja gut, aber da ich Alkohol- und Drogenabhängig bin nutzt mir dieses eigentlich recht wenig, ich brauche eher dringen ein paar Mark“, erwiderte ich, da meine Entzugserscheinungen jetzt langsam schon wieder stärker wurden.
„Es tut mit leid, aber ich kann ihnen wirklich kein Geld geben, es ist mir von oberster Stelle ausdrücklich verboten worden“, sagte nun der Pfarrer bedauernd.
„Aber mir ein paar Flaschen Bier zu geben, ist ihnen doch sicherlich nicht ausdrücklich verboten worden“, machte ich einen letzten Versuch an meinen dringend benötigten Alkohol zu kommen.
„Das stimmt allerdings“, warf der Pfarrer nun leicht belustigt ein, da er darauf kaum widersprechen konnte, denn er verschwand im Haus, um dann mit einigen Dosen Bier in den Händen wieder zu erscheinen und mir das diese zu überreichen. Hocherfreut bedankte ich mich und ging dann weiter. Bald hatte ich die Stadtverwaltung erreicht. Ich gab meinen Ausweis im Büro des Sozialamtes ab, wartete eine Stunde auf dem Flur, trank in dieser Zeit das Bier leer und verließ das Gebäude mit einem Scheck über siebzehn DM, einem Krankenschein gültig nur für den Ausstellungstag, suchte die nahegelegene Bank auf, um den Scheck einzulösen und fand nach einiger Zeit einen Supermarkt, wo ich das Geld sofort in Tabak, Bier und eine kleine Flasche Schnaps umwandelte, die ich in einem Zug leerte. Dann ging ich in eine Arztpraxis und redete solange auf den Arzt ein, bis dieser mir ein Rezept über vierzig Rohypnol, zwanzig Remidacen, einhundert Diazepam und einen Überweisungsschein ausstellte, mit welchem ich, nachdem ich das Rezept in der nächsten Apotheke eingelöst und dann sofort einen Großteil der Tabletten eingenommen hatte, eine weitere Arztpraxis aufsuchte, die ich kurz darauf schon, mit einem weiteren Rezept über etwa die gleiche Menge an starken Beruhigungsmitteln und Codeinpräparaten wieder verlassen konnte. Mittlerweile hatten die Tabletten ihre Wirkung entfaltet. Endlich hatte ich meinen, mit fast jedem Gedanken herbeigesehnten Level, meinen Pegel an Alkohol und anderen Rauschmitteln im Blut erreicht. Jenes Gefühl, um dessentwillen ich nach und nach mein ganzes Leben geopfert hatte, welches nur noch daraus bestand, jene Unmengen an Suchtmitteln, die ich benötigte zu organisieren. Doch jetzt war ich endlich wieder ich selbst. Alles schien mir möglich. Ich verwandelte mich in einen Abenteurer, einen Übermenschen, einen Aussteiger, der den einzig richtigen Weg gewählt hatte. Ich war der König der Schnorrer, der nur zum Spaß, Passanten in ein Gespräch verwickelte und dann so lange bearbeitete, bis sie ihm bereitwillig ein paar Mark in die Hand drückten. Ich ging in Kneipen, setzte mich zu irgendwelchen Fremden an den Tisch und unterhielt diese dann auf so eine originelle Art, dass sie mir lachend meine Getränke bezahlten. Ich überredete Wirte und Wirtinnen, mir ein kostenloses Essen zu servieren. Ich ging weiter bis zur Drogenszene, verschenkte und verkaufte Tabletten, tauschte einige gegen Haschisch und Heroin ein, und fand wie immer unzählige Übernachtungsmöglichkeiten bei den verschiedensten Leuten. Manchmal schon hatte ich diese Angebote genutzt und war dann einige Tage geblieben und es war mir schon passiert, das ich Leute, bei denen ich eine längere Zeit übernachtet hatte, später als ich diese wiedertraf, nicht einmal mehr erkannte, was von meinen tagelang anhaltenden Rauschzuständen zeugte. Oft war ich jedoch irgendwann so müde, dass ich mir nicht mehr die Mühe machte, mir bei irgendwelchen Leuten einen bequemen Schlafplatz zu suchen, sondern meinen Schlafsack einfach an dem nächstbesten Platz ausrollte, um meinen Rausch auszuschlafen.
Wenn ich dann mitten in der Nacht oder frühmorgens aufwachte, bezahlte ich mit den schrecklichsten Ängsten, den grausamsten Entzugserscheinungen, den Erinnerungslücken und der Einsamkeit für meine Handlungen, für die Hochgefühle des vorangegangenen Tages.
Im Winter übernachtete ich häufig in den Kellern von Hochhäusern, an welchen ich, um hinein zu gelangen, so lange alle Klingeln an der Haustür drückte, bis irgendjemand in seiner Wohnung auf den Entriegelungsknopf drückte, oder ich schlich mich in Bürogebäude und sogar in Krankenhäuser, um in einem verborgenen Winkel versteckt, die Nacht zu verbringen. Ich hielt mich in der kalten Jahreszeit in Bahnhofsmissionen, in Waschsalons, in Fixerstuben, in den übelsten Kneipen und in Bahnhofshallen auf. Ich übernachtete manchmal in abgestellten Zügen, oder ich ließ mich, in meinem verzweifelten aber dennoch sinnlosen Versuchen, mich aus dieser Situation zu befreien, zu einer Entgiftungsbehandlung in ein Krankenhaus einweisen. Ich nutzte die Bahn um kostenlos von einer Stadt zur nächsten zu reisen, indem ich mich auf der Toilette eines Zuges einschloss und so meist unbemerkt blieb. So auch an diesem Tag.
Ich ging zum Hauptbahnhof, wartete auf den nächsten Zug, stieg ein um mich sofort in der Toilette einzuschließen und verließ den Zug, ohne dass ich bemerkt worden war, nach etwa einer Stunde. Da es mittlerweile dunkel war und ich immer müder wurde, rollte ich meinen Schlafsack in einem Bushäuschen aus, das sich gegenüber des kleinen Bahnhofes des Ortes, in dem ich ausgestiegen war, befand und legte mich schlafen.
Am nächsten Morgen stieß ich schnell auf die örtliche Drogenszene und fühlte mich dort sofort heimisch. Ich schloss mich bald einem Typen an, dessen stecknadelgroße Pupillen darauf schließen ließen, dass er sich im Heroinrausch befand. Abends bot dieser Fixer mir an in seiner Wohnung zu übernachten, wobei er mir jedoch mehrmals aus einem unersichtlichen Grunde erklärte, dass ich mich absolut ruhig verhalten sollte, sobald wir das Haus in dem er wohnte, betreten würden.
Und so schlichen wir, als wir das Haus erreicht hatten, wortlos, wie auf Zehenspitzen die schmale Treppe zu der Wohnung hinauf, die sich in einem Mehrfamilienhaus, einem Altbau befand. Jedes Treppenknarren verwandelte sich bei diesem Tun in ein lautes, verräterisches Zeichen unserer Anwesenheit, die allem Anschein nach verborgen bleiben sollte. Als wir endlich die Wohnungstür in einem der oberen Stockwerke erreicht hatten, legte dieser absonderliche Junkie sein Ohr an die Tür, gebot mir erneut leise zu sein und murmelte dann irgendetwas wie: „Er scheint schon zu schlafen“, um im nächsten Moment mit einem die Stille plötzlich zerreißenden, ohrenbetäubenden Krachen die Tür einzutreten und damit sein vorheriges Verhalten ins Absurde zu führen. Wir gingen in das Zimmer das sich direkt rechts hinter der nun lädierten Eingangstür befand, setzten uns jeder noch einen Druck Heroin und ich schlief bald darauf ein.
Als ich am nächsten Morgen erwachte, fehle von diesem merkwürdigen Fixer ebenso jede Spur, wie von meiner eigenen, ohnehin geringen Habe und neben meiner Jacke, meinem Rucksack sowie meinem Schlafsack, waren sogar meine Schuhe verschwunden. Als ich daraufhin die Wohnung durchsuchte, stieß ich auf einen mir völlig fremden schlafenden Typ, der, nachdem ich ihn geweckt hatte, mir lediglich sagte, er sei auf Koks, und mich dann fragte, ob ich nicht ein wenig Kokain dabei habe. Ansonsten wusste er nichts und auch die zerstörte Tür seines Wohnung schien ihn wenig zu interessieren. So machte ich mich, nun meines wichtigsten Besitzes, meines Schlafsackes beraubt und natürlich schon wieder unter den beginnenden Entzugserscheinungen leidend, barfuss, da es mir noch unsinniger erschien in Socken herumzulaufen, auf den Weg zu dem örtlichen Sozialamt, wo man sich jedoch für nicht zuständig erklärte und nahm mir daraufhin aus einem Altschuhcontainer vor einem Schuhgeschäft ein paar uralte, kaputte Turnschuhe, suchte noch einige Zeit jenen Junkie der mich bestohlen hatte, wobei ich jedoch, da ich aufgrund meines Rausches nicht mehr genau wusste, wie dieser ausgesehen hatte, Ärger bekam und verließ dann die Stadt.
Da ich nun schutzlos vor der nächtlichen Kälte flüchtend, wie ein Tier Nacht für Nacht ein Schlupfloch finden musste und am Tage völlig kaputt die Unmengen an Rauschmitteln die ich brauchte zu organisieren hatte, war ich jetzt am Ende meiner Kraft und flüchtete in ein Krankenhaus zu einer Entgiftungsbehandlung. Jeglicher Lebenskraft beraubt, war ich in diesem Moment bereit, mein Leben ohne Zögern zu beenden, wenn ich die nötige Menge an Rauschmitteln in meinem Besitz gehabt hätte. Doch da ich in den jetzt schweren Entzugserscheinungen in meiner Handlungsfähigkeit deutlich eingeschränkt, nicht einmal mehr in der Lage war mir diese zu besorgen, erinnerte ich mich an jenes Geschehen welches nun schon einige Jahre zurücklag, an jene Kraft die mir schon damals auf unerklärliche Weise das Leben gerettet hatte, als mein Tod von den Ärzten schon besiegelt worden war. Als Folge meines Alkoholmissbrauches hatte sich damals meine Bauchspeicheldrüse zum fünften Mal entzündet, nach der Diagnose der behandelnden Ärzte irreparabel und sie hatten schon meine Eltern angerufen und diesen mitgeteilt, dass ich im Sterben läge. Ich spürte die Klaue des Todes, der mich gepackt hatte und in sein finsteres Reich hinunterziehen wollte, doch ich war nicht bereit zu gehen. In Todesangst schrie ich zu Jesus Christus, immer und immer wieder schrie ich: „Jesus hilf mir, rette mich, ich will noch nicht sterben!“ Und das Wunder geschah, ich überlebte und erholte mich sogar innerhalb von drei Wochen völlig. Die Ärzte konnten mir dafür keine Erklärung geben. So begann ich auch jetzt verzweifelt zu schreien: „Jesus Christus, bitte hilf mir, bitte hole mich hier raus! Ich bin am Ende, bitte hilf mir!“

Dieses, mein Schreien zu Gott, zu Jesus Christus ist die Antwort auf meine zu Beginn gestellte Frage, warum gerade ich errettet wurde, während Millionen von Menschen täglich an dem Heil Gottes vorbeileben. Denn ich war in Not und brauchte einen Retter. Ich wusste dass ich mich aus eigener Kraft nicht aus meiner Situation befreien konnte und dass ich verloren war. Doch wer schreit schon um Hilfe, wenn er gar nicht weiß, dass er in Gefahr ist?
Wofür braucht jemand einen Retter, wenn er gar nicht weiß, dass er verloren ist?
Und dennoch ahnen viele Menschen, dass angesichts der sich häufenden Umweltkatastrophen, der vielen Kriege, der Terroranschläge und der nur noch schwer zu verbergenden Ratlosigkeit der Politiker, irgendetwas in dieser Welt nicht stimmen kann. Sie erkennen jedoch nicht die wahren Hintergründe des Weltgefüges, denn obwohl es natürlich auch hier viele menschliche Erklärungsversuche für die Ursachen dieses Zustände gibt, sind diese in Wahrheit die Werke des Teufels und des Abfalls der Menschheit von Gott.„Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren dieser Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Ziehet an den Harnisch Gottes, dass ihr bestehen könnet gegen die listigen Anläufe des Teufels (Eph.6:12,11).“ Wenn Du, lieber Leser in diesem Moment an meinen Worten zweifelst, bist Du schon wieder vom Teufel belogen worden. Denn eine der Hauptstrategien des Teufels ist, die Menschen zu belügen. Sie glauben zu lassen, dass sie ohne Jesus Christus als Erlöser in die Herrlichkeit Gottes eingehen können. Das sie am Ende irgendwie doch erlöst sein werden. Und ebenso will der Teufel die Menschen glauben lassen, dass sie aus sich selbst heraus, einen Weltfrieden, ein Paradies auf Erden schaffen und die Weltprobleme lösen können. Doch ein einziger Blick in die Nachrichten genügt, um diese Verführung zu wiederlegen Es herrschen in der Welt Mächte und Kräfte die wir nicht sehen können, aber die uns immer weiter von Gott, von dem ursprünglichen, wahren Sinn des Daseins, der Gemeinschaft mit ihm, wegbringen. Mächte und Kräfte die einen Schleier der Finsternis über die Welt gelegt haben und nur mit Jesus Christus kann man diesen durchdringen. Jesus ist geboren, um die Menschheit vor der ewigen Verlorenheit zu retten und die Lügen des Teufels ans Licht zu bringen. Jesus hat mit seinem Tod am Kreuz auf Golgatha, mit seinem Blut die Schuld der Menschheit bezahlt und jeder Mensch, der seinen eigenen sündigen Zustand einsieht und an Jesus den Sohn Gottes glaubt, wird erlöst und vor Gott gerechtfertigt. Doch ebenso wie vor zweitausend Jahren bewahrheitet sich auch in der heutigen Zeit bei vielen Menschen der Bibelvers: Und das Licht scheint in die Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht begriffen. (Johannes 1,5).

Doch werfen wir jetzt wieder einen Blick auf die Zeit in meinem Leben, in der auch ich noch in der Finsternis lebte:

Nach einer schlaflosen Nacht in dem Krankenhaus, teilte mir der behandelnde Arzt am nächsten Morgen mit, dass ich in eine Fachklinik für Suchtkranke, welche am anderen Ende des Ortes lag, verlegt werden sollte. Reichlich mit Distraneurin, einem Alkoholersatzmittel vollgepumpt, machte ich mich zu Fuß auf den Weg dorthin und brauchte für die etwa zwei Kilometer lange Strecke, sowie zum Erreichen des Rauschmittelspiegels in meinem Blut, den ich für angemessen hielt um dort einzutreffen, etwa zwölf Stunden. Nach einem tagelangen, harten Entzug, war ich zwar körperlich entgiftet, jedoch in meiner zitternden Seele verzweifelt und völlig ohne Perspektive. Ich war obdachlos, besaß nichts mehr als die Kleidung die ich auf dem Leib trug und es hatte den Anschein, als wäre mein Leben nun bald zu Ende, als würde es ein ebenso schreckliches Ende nehmen, wie das Leben der meisten meiner Kumpane, die an Überdosen gestorben, bei Autounfällen ums Leben gekommen, oder im Rausch beim Schwimmen ertrunken waren, wenn nicht wieder einmal Jesus Christus in diesem Moment eingegriffen hätte. Heute, im Nachhinein, weiß ich, dass Jesus schon immer seine schützende Hand über mich gehalten hat, denn schon als kleines Kind, (meiner Mutter sei an dieser Stelle nochmals gedankt), habe ich ihn mit dem unschuldigen Kindergebet: „Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen, als Jesus allein“, in mein Leben gerufen. Wenn ich dieses auch lange Jahre vergessen hatte, so hat er mich jedoch nie vergessen und mir in meiner Drogenkarriere unzählige Male das Leben gerettet.
Während meiner Entgiftungsbehandlung fiel irgendwann ein Buch in meine Hände, das von dem sog. Herzensgebet welches lautet: „Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme dich meiner, eines Sünders“, handelte. Sofort begann ich fasziniert zu lesen und auszuüben, was darin beschrieben war. Ich wiederholte dieses Gebet immer wieder, versuchte jeglichen Gedanken los zu lassen und an dessen Stelle eben jenes Gebet zu setzten, und, wenn ich die lebendige Kraft Gottes, Jesus Christus in seiner manifesten Gegenwart und damit die wirkliche Gotteserfahrung, die nur in einer persönlichen Beziehung zu Gott möglich ist, auch erst zehn Jahre später, in jenem Heilungsgottesdienst kennen lernen sollte, so hatte doch allein schon der von mir immer wieder ausgesprochen Name Jesus Christus, dieses eine Wort Gottes, die Kraft, mich von meiner Sucht zu befreien und meinem Leben eine andere Richtung zu geben.
Bald lernte ich auf dieser Entgiftungsstation Sonja, meine spätere Frau kennen, die sich, aufgrund ihrer Alkohol- und Tablettensucht und ihren daraus resultierenden Lebensverhältnissen, ihrem Zerwürfnis mit ihrem Ehemann, der ihr keinerlei Verständnis entgegenbrachte, in einer ähnlich aussichtslosen Lage, in einer ebenso verzweifelten Stimmungslage befand wie ich selbst. Nach einiger Zeit beschlossen wir, entgegen jeglicher Vernunft, auf die Stimme unseres Herzens vertrauend und mit den besten Vorsätzen, gemeinsam ein neues Leben zu beginnen. Und so fuhren wir, zum Entsetzen der behandelnden Ärzte und Therapeuten, nachdem wir diesen unterschrieben hatten, dass wir mit unserem Tun gegen ihren ausdrücklichen therapeutischen und ärztlichen Rat verstoßen würden, in Sonjas Wagen, mit einem Rucksack und zwei Koffern voll Klamotten im Kofferraum, sowie Vierzigtausendeinhundert DM, (Sonja besaß aus dem Erlös des Verkaufes ihres Elternhauses noch diese Summe und ich hatte einhundert Mark in der Tasche), einer völlig ungewissen Zukunft entgegen.
Wir mieteten uns zunächst in verschieden Pensionen, Ferienwohnungen und Hotels ein und verbrachten, da wir zunächst die Finger von jeglichem Rauschmittel ließen, eine sehr schöne Zeit miteinander.
Doch das Verderben wohnte noch in uns. Es hatte die Form eines Gedankens, der sich in den langen Jahren unserer Sucht, so in unsere Persönlichkeiten eingeprägt hatte, das sowohl Sonja wie auch ich selbst, diesen oft sogar körperlich spüren konnten. Dieser alles beherrschende Gedanke an Alkohol, an Tabletten und Drogen, an die vergangenen Rauschzustände, löste eine regelrechte Gier in uns aus, gegen welche anzukämpfen uns immer schwerer fiel. So sehr wir uns auch dagegen wehrten, so verbündete sich dieser Gedanke doch mit unserer, in unserem Unterbewusstsein fest verankerten, trügerischen Erfahrung, dass ein Rausch uns eine Erleichterung, ein Glücks- und Hochgefühl verschaffen konnte.
Und so gaben wir diesem quälenden Gedanken, welcher uns bald überreden und bald zwingen wollte, uns dieser Beharrlichkeit zu beugen, irgendwann nach und kauften, mit nur zu gern gegebenen gegenseitigen Einverständnis, eine Kiste Bier.
Sofort verwandelte sich die Harmonie in ein Chaos. Angesichts der Summe an Geld, die wir zur Verfügung hatten und die es uns ermöglichte Drogen, Alkohol und Tabletten in beliebigen Mengen zu besorgen, in ein unglaubliches, unvorstellbares Chaos. Eine Begebenheit aus dieser Zeit, die mir noch in Erinnerung ist, kann dessen Ausmaß vielleicht verdeutlichen: Wir wachten in der Wohnung, die wir inzwischen gemietet hatten auf und draußen dämmerte es. Da wir keinen Fernseher besaßen, sondern unsere viel zu große, viel zu teure Wohnung nur mit einem Sofa, einem Hängeschrank, einem Bett und in der Küche mit nichts als einer Kochplatte auf dem Boden und einer Uhr bestückt war, bahnte ich mir einen Weg durch die überall herumliegenden leeren Bier- und Schnapsflaschen um auf die Uhr zu schauen, die sechs Uhr anzeigte. Ich fragte Sonja, ob sie zufällig wüsste, ob es sechs Uhr morgens oder sechs Uhr abends sei. Da sie jedoch ebenso wenig wie ich selbst in der Lage war, eine solch präzise Bestimmung der Tageszeit durchzuführen, warteten wir, ob es draußen heller oder dunkler werden würde. Als es dann heller wurde rief ich begeistert: „ Es wird heller, es ist morgens, dann macht ja gleich der Laden auf und ich kann Bier holen!“
Sonja überschlug sich in jener Zeit mit ihrem Wagen, der danach mit Totalschaden schrottreif war, sie selbst entstieg dem Frack wie durch ein Wunder jedoch völlig unverletzt. Das alte Spiel hatte begonnen: Entgiftung, Rückfall, Entgiftung, Rückfall...
Unsere damaligen Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus machten sich sogar die Mühe, sich zusammenzuschließen und einen Verein zu gründen und anzumelden der nur den Zweck hatte uns aus diesem Haus zu entfernen. Irgendwann erhielten wir dann auch eine Räumungsklage, aber in letzter Minute fanden wir einen Therapieplatz für eine Langzeittherapie in der Rhein-Haardt-Klinik in Bad Dürkheim in Rheinland Pfalz.
In der Klinik im schönen Pfälzerwald erinnerte ich mich wieder an das Herzensgebet und begann es erneut und verstärkt auszuüben. Während meine Mitpatienten und auch meine Lebensgefährtin Sonja, (die zwar im gleichen Gebäude, aber in einer anderen Therapiegruppe untergebracht war), ihr Heil in dem angebotenen Therapieprogramm suchten und sich vollkommen mit ihrer jeweiligen Therapiegruppe identifizierten, aus welcher heraus sie ihr neues Selbstbewusstsein und ihre neue Persönlichkeit ohne Alkohol und Drogen entwickelten, diese in Einzelgesprächen mit den Therapeuten zu festigen suchten und dabei auch zu der Überzeugung kamen, dass sie fortan ohne Rauschmittel leben könnten, wusste ich aus Erfahrung, dass sie all diese Dinge beim Verlassen der Klinik in derselbigen zurücklassen mussten. Kein therapeutisches Gerede, keine Rollenspiele, keine Ergotherapien, keine noch so strenge Rahmenbedingung können die inneren Verletzungen, die Defizite die eine Sucht begründen, ausräumen, sondern nur Gott, Jesus Christus allein.
Soweit mir dieses möglich war, zog ich mich zurück, betete das Herzensgebet und begann geistige Schriften zu lesen. Bald erkannte ich, dass nicht irgendwelche Personen, die äußeren Umstände oder gar das Schicksal an meiner Situation Schuld waren, sondern dass ich allein die Verantwortung trug. Eine Sucht ist immer auch eine Flucht vor sich selbst. Lange musste ich in jener Zeit mit mir selbst ringen und obwohl es oftmals so erschien, als würde der gewaltige Berg meiner Probleme, meiner Defizite von jenem Erdbeben meiner Gefühle, das meine Seele erschütterte, zerspalten, um mich unter den Trümmern zu begraben, konnte ich mich irgendwann selbst annehmen und handelte von nun an nur noch meiner eigenen, wirklichen Persönlichkeit entsprechend. Ich hörte auf, an mir selbst zu zweifeln und jenen Gefühlen, die aus meinem Unterbewusstsein hervorsprudelten und die mir einreden wollten, dass ich ohne Drogen zu nichts fähig sei, jenen quälenden und verunsichernden Gedanken, die sich in meiner Seele tummelten und die ständig fragten, was wohl die Anderen von mir denken würden, Glauben zu schenken und setzte diesen stur das Herzensgebet entgegen. Immer mehr konnte ich mich auf diese Art von den Mustern, den Fesseln die mich in der Sucht gekettet hielten, lösen und die Verantwortung, die ich jetzt für meine Lebensgefährtin Sonja trug, sprengte diese Ketten dann endgültig. Einige Wochen vor unserer Entlassung aus der Klinik bot die Klinikleitung uns an, uns nach Beendigung der Therapie in zwei verschiedenen Nachsorgeeinrichtungen, zwei Wohngemeinschaften die ein paar hundert Kilometer auseinander lagen, unterzubringen. Da wir uns jedoch nicht trennen wollten, lehnten wir dieses Angebot ab und wieder einmal in letzter Minute, einen Tag vor der Entlassung, fanden wir ein kleines Zimmer über einer Diskothek in Bad Dürkheim. Weder das laute Dröhnen der Diskomusik, welches jetzt Nacht für Nacht bis ca. drei Uhr morgens unser neues Heim erbeben ließ, noch die anderen gestrauchelten Gestalten, die hier Zuflucht gefunden hatten, wie etwa jenen Alkoholiker, der sich einmal in der Woche in der gemeinsamen Küche einen großen Topf mit Nudeln kochte, von welchen er sich dann den Rest der Woche ausschließlich ernährte, um von seinem restlichen Geld Bier kaufen zu können, konnten unser neu gewonnenes Gefühl von Freiheit nach unserem sechsmonatigen Klinikaufenthalt trüben. Bald zogen wir in eine kleine Wohnung in Hardenburg, einem Nachbarort von Bad Dürkheim, Sonja fand Arbeit in einem Altenheim, ich arbeitete als Gärtnerhelfer, dann einige Monate als Müllsortierer, bald darauf als Lagerarbeiter und schließlich als Forstarbeiter. Nachdem mein einjähriger Vertrag als Forstarbeiter abgelaufen und ich somit wieder einmal arbeitslos war und jetzt viel Zeit hatte, meldete sich in mir unüberhörbar mein lange zurückgestelltes Talent zum Schreiben, welches mich früher, während meiner Drogenkarriere, in den damit verbundenen, unvermeidbaren Konflikten mit dem Gesetz, durch das Schreiben von geschickten schriftlichen Widerlegungen von Anklageschriften, oder schriftlichen Widersprüchen gegen solche, immer wieder vor Schlimmeren bewahrt hatte und brach regelrecht mit aller Gewalt aus mir heraus. Ich begann wie ein Besessener zu schreiben, schrieb Tag und Nacht und nachdem ich nach Vollendung meines ersten Buches: „Der magische Fernseher“, nach längerer Suche endlich eine Möglichkeit zur Veröffentlichung gefunden hatte, begann ich sofort die Arbeit an meinem zweiten Buch: „Das Theater des Wahns“, es folgten die beiden Lyrikbände: „Sein ist Zeit“ und „Widerrede“ und zuletzt eine Zusammenfassung derselben mit dem Titel: „Makabere Verse“. (Diese Bücher sind heute nicht mehr erhältlich, denn beim Verfassen wusste ich noch nicht, dass Gott absolut real und lebendig ist). So entstammen sie nur menschlicher Weisheit und die ist eine Torheit vor Gott.
Meine Freundin Sonja hingegen war schon kurz nach unserer Entlassung aus der Therapie, von ihrer eigenen Vergangenheit, von ihren ungelösten innerlichen Konflikten, ihren Verletzungen und Defiziten eingeholt worden und in ihr altes, in Jahrzehnten angeeignetes, Verhalten zurückgefallen. Jene Tragödie in der ich jahrelang selbst die Hauptrolle gespielt hatte, spielte sich jetzt vor meinen Augen ab und ließ mich erneut die Macht- und Hilflosigkeit aller daran Beteiligten, diesmal von der anderen Seite, der Seite eines Angehörigen, am eigenen Leibe erfahren. Rückfall wechselte mit Entgiftung und Entgiftung mit Rückfall. Streit wechselte mit Versöhnung und Versöhnung mit Streit. Versprechen wurden gegeben, gebrochen, gegeben...
Längst konnte mich dieses Theater innerlich nicht mehr berühren, da ich im Laufe der Jahre gelernt hatte, mich davon zu distanzieren und dementsprechend war auch unsere Beziehung ebenso erkaltet und zu einer gelebten, kontinuierlichen Katastrophe geworden, wie jegliche Hoffnung nach und nach verschwunden war, und ich dachte nur noch darüber nach, wie ich dieser aussichtslosen Situation entrinnen konnte, bis zu jenem Tag an dem ich Jesus Christus kennen lernte. Inzwischen sind vier Jahre vergangen, wir haben geheiratet und, Pardon, wir können gar nicht mehr verstehen wie wir ohne Gott leben konnten. Ohne die Weisheit Gottes, blind für die Wahrheit, gehetzt und gejagt von den äußeren Einflüssen der Welt. Ohne Frieden und ohne die Gewissheit des ewigen Lebens, wie Spielbälle von den Strömungen der Zeit hin- und hergewirbelt. Doch wir haben die Ruder jetzt selbst in der Hand und einen mächtigen Steuermann, Jesus Christus, der uns durch alle Stürme sicher zum Ziel führt. Es ist ein aufregendes und spannendes Leben und wir durften mittlerweile viele Heilungen und Wunder sehen. Auch ein zweites Mal hat Gott ein gewaltiges Zeichen an meiner Frau vollbracht. Doch soll sie dies selbst erzählen:
„Ich litt schon seit Jahren unter starken Rückenschmerzen und die Spritzen die mein Arzt mir dagegen gab halfen auch nicht sonderlich. Als ich mit einer Freundin in einen Gottesdienst in einer Lehrstätte der Christen im Beruf war, in welcher das Evangelium unverfälscht dem Ursprung nach verkündet wird und wo dementsprechend auch Zeichen und Wunder, eben wie es Gottes Wort aussagt, geschehen, bat ich am Ende des Gottesdienstes den Pastor für mich zu beten. Nachdem der Pastor anfing zu beten, glitt ich sanft zu Boden und lag wie auf Federn gebettet, ohne den harten Untergrund unter mir zu spüren. Ein Friede und eine Geborgenheit ergriffen mich, wie ich es vorher noch nie erlebt habe. Ich spürte die Liebe Gottes die mich alles vergessen ließ. Selbst die Menschen um mich herum, die dieses beobachteten, interessierten mich nicht mehr. Am liebsten wäre ich ewig so liegengeblieben. So eine unbeschreibliche Liebe findet man nur bei Gott. Wie herrlich muss es in der Ewigkeit bei IHM sein! Währenddessen betete der Pastor und sagte plötzlich zu mir, dass eines meiner Beine ein kleines Stück kürzer sei als das andere und dies die Ursache meiner chronischen Rückenschmerzen war. Als er dann die Worte sprach: „Jesus lass das Bein ein Stück auswachsen, noch ein Stück, noch ein Stück...,“, sah ich im Geist Knochen, die sich weiterschoben. Als ich dann später aufstand waren meine Rückenschmerzen verschwunden und sind es bis heute. Gott ist so gut, er ist so voller Gnade und Liebe. Später sprach mich ein Gottesdienstbesucher an und erzählte mit, dass er während dieser Heilung neben mir gestanden hat und genau beobachten konnte, wie mein Bein auswuchs. Und dass auch er, als er dies sah zum Glauben an den lebendigen Gott gekommen ist. Wie wunderbar ist doch Gott. Er hat mich geheilt und dadurch einen anderen Menschen vor dem ewigen Tod errettet. Ich konnte es fast nicht glauben, was Gott an mir getan hat, denn es geht über meinen Verstand. Aber Jesus Christus ist derselbe: Gestern, heute und in Ewigkeit (Hebräer 13,8).“

Einige Zeit nach unserer Bekehrung haben meine Frau und ich gemeinsam mit einem Bekannten in dessen Wohnung vor dem allmächtigen Gott Buße getan und all unsere Verfehlungen und Sünden unseres vorherigen, alten Lebens in einem Gebet vor IHN gebracht. Und wir waren schon wieder auf dem Weg nach Hause, als wir beide wie zufällig in Richtung jenes Berges blickten, der am Rande unseres Wohnortes liegt und auf dem sich der sog. Teufelsfelsen befindet. Doch was war das?
Wir erblickten oben auf dem Berg, in Höhe des Felsens, ein so gewaltiges Licht, wie wir es, auch nur ähnlich, niemals zuvor in unserem Leben gesehen haben.
Ein weit in die Höhe und nach allen Seiten hin, hell strahlendes, wunderbares Licht, welches ebenso real, ebenso wirklich war, wie alle anderen Dinge um uns herum; und mein Versand mir daher sofort

eine Erklärung für dieses Phänomen lieferte, so dass ich, ohne mir in diesem Moment der Absurdität dieses Gedankens bewusst zu sein, die Worte aussprach: „Jetzt haben sie scheinbar schon den Teufelsfelsen beleuchtet.“ Erst als wir einige Schritte weiter gegangen waren und diese sonderbare Erscheinung, sich hinter einigen Häusern und Bäumen am Straßenrand, unseren Blicken entzog, ging uns selbst ein Licht auf und wie ein Blitz durchfuhr uns die Erkenntnis, was ich da eben für einen Unsinn geredet hatte und dass dies Erscheinung alles andere als normal gewesen war. Sofort begannen wir an unserem Verstand zu zweifeln und unser Realitätsbild und damit der Boden unter unseren Füssen, gerieten bedrohlich ins Wanken.

Sollte Gott, als Zeichen dass er unser Gebet erhört hatte und wir auf dem richtigen Wege waren, mal eben nur für uns ein Wunder gewirkt und kurz dieses phantastische Licht angeknipst haben? Es wurde uns noch unheimlicher zumute. Eiligst ging ich zurück bis zu jener Stelle, von der aus wir das Licht gesehen hatten, um nachzusehen, was denn nun wirklich die Ursache für dieses Phänomen gewesen war.

Doch von einem Licht war weit und breit nichts mehr zu sehen


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