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Wo finde ich Gott ?
17.05.2005 - 16:04

Wo finde ich Gott?

Wir können ihn überall finden, egal in welchem Winkel der Erde wir uns befinden. War uns eben noch viel verborgen, so kann es schon im nächsten Augenblick offenbar sein. An den unmöglichsten Orten kann dies geschehen. Selbst da wo wir ihn nie vermuten würden, kann er sich uns offenbaren.

Aus dem Verstand heraus können wir ihn nicht erfassen. Mit dem Herzen geht das schon eher und oft gehen einige Dinge voraus, um es so zu öffnen, dass wir das Göttliche bemerken. Ganz und gar unspektakulär kann es uns begegnen, so dass wenn wir davon in voller Freude berichten, man uns entgegnet, dass dies mit Gott nichts zu tun hat. In der Regel kehrt die Normalität wieder ein, was nicht heißen soll, dass wir irgendeiner Gefühlsschwankung unterlagen und uns geirrt haben. Es macht uns nur deutlich, dass Gott nicht ein Kick nach dem anderen für uns bereithält, sondern dass seine Nähe zu jedem Zeitpunkt in der Alltäglichkeit allgegenwärtig ist.

So mehr oder weniger in unseren Sorgen und Nöten stehend, macht er sich durch seinen Sohn Jesus Christus uns zum Diener, auf dass wir Heilung in unseren Seelen erfahren und Frieden in ihm finden. Das reicht von der Heilung einiger kleiner „Wehwehchen“ bis hin zum Aufrichten von Totgeglaubten, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. So unterschiedlich wir sind, so unterschiedlich sind auch die Begegnungen und oft genug zeigt sich wie unergründlich Gottes Wege sind. So suchen wir oft Jahre vergeblich und wollen schon aufgeben bis er uns begegnet, gerade dann wenn wir es am wenigsten erwartet haben.

Wo finde ich Gott ?

Nur allzu oft wird eine solche Berührung von unseren Tränen begleitet, denn groß ist seine Liebe und sein Erbarmen das wir in uns verspüren. Offen und uns erkannt liegen wir da, vernehmen von ihm keine Klagen und spüren seinen Trost. Haben wir das einmal erfahren, werden wir nicht mehr verloren gehen, weil wir es so wollen. In unserem begrenzten Sein legen wir vertrauensvoll alles in die Hände des Allmächtigen, des Unbegrenzten, weil wir erfasst haben, dass er uns nicht enttäuschen wird.



Herbert Oschlies


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