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Vision 3 - Finsternis
27.07.2009 - 14:01

Aus heutiger Sicht möchte ich dazu folgendes sagen:


Mit dieser Vision hatte ich lange meine Probleme, wusste nichts richtig damit anzufangen. Jeder Psychologe hätte wohl mit diesem Thema seine helle Freude, wüsste einiges darüber zu sagen und viele Bücher befassen sich damit und werden dies auch in Zukunft tun.

Nun, wie dem auch sei, ein wenig werde ich auch darüber schreiben, über etwas was ich eine ganze Zeit lang so nicht wahrhaben wollte.

Ich gehe ohne „wenn und aber“ davon aus, dass der Mensch, wenn er das Licht der Welt erblickt, rein und unschuldig ist. Hier schon Arges zu sehen, halte ich einfach nur für unsinnig.

Im Kinde sind wir in der Lage, etwas von der göttlichen Schöpfung zu sehen, zu erahnen und für einen kurzen Moment an ihr teilzuhaben.

So rein und unschuldig wie ein Kind ist, so empfindsam und verletzbar ist es auch.

Sehr schnell erfährt diese Reinheit im Kinde mehr und mehr Verdrängung durch negtive Einflüsse. Wohl gemerkt spreche ich von „Verdrängung“ und nicht von einer Reinheit die verloren geht, denn wir sind und bleiben alle Kinder Gottes.

So versinkt die eigentliche Schöpfung immer mehr in einer sich zusehendst verfinsternden Wolke.

Jeder Mensch trägt sie mit sich. Sie wiegt wohl unterschiedlich schwer, doch eines haben sie alle gemeinsam. Sie hindern uns dann und wann am rechten Sehen und trüben so manchen unserer Sinne. Und so kommt es, dass wir mit unseren Augen sehen und mit unseren Ohren hören so wie uns der Sinn steht. Zu etwas anderem sind wir kaum noch in der Lage und das Wort „Objektivität“ verkommt allzu oft zum Schlagwort und geht weit an der Realität vorbei. Ohne rechte Gegenwehr begeben wir uns so nach und nach in ein Tal der Klagen.

Diese schwarze Wolke ist nichts weiter als eine Ansammlung von Gegebenheiten, angefangen in den ersten Lebenstagen, möglicherweise auch noch früher, die nicht immer positiv waren. Manches davon lässt einen erkranken und wenn die Ursache hierfür auch noch verdrängt wurde, leidet man nicht selten Qualen ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben wo sie herkommen.

Diese schwarze Wolke mit allem was darinnen ist, heißt uns aus dem Vergangenen zu schöpfen, in eine unbekannte Zukunft zu planen und vor der Gegenwart auf der Flucht zu sein, Haken zu schlagen wie ein Hase. Sie nennt uns „klug“ und beschenkt uns mit Erfahrung von der auch nicht eine wirklich etwas wert ist. Sie lässt uns in eine Schlinge nach der anderen tappen und unter dem Gift der Zungen niedersinken. Unser übelster Ratgeber ist sie und ohne jedes Erbarmen. Sie tötet die Liebe, das ist ihr einziges Sinnen und können wir uns erst einmal selbst nicht mehr lieben, dann wird es rasch dunkel um uns herum.

Nun sollte man festhalten, dass jeder Mensch ab einem gewissen Alter in Eigenverantwortung steht und für sein Tun im positiven wie auch im negativen die Konsequenzen zu tragen hat.

Das schmeckt nicht immer, doch wer soll es sonst tun?

Diese Konsequenzen haben nicht immer etwas mit Gerechtigkeit zu tun. Mit ihr ist es halt so eine Sache und ein rechtes Verständnis darum oft reine Ansichtssache und darüber hinaus von vielen Dingen abhängig (Zeit, Ort, politische Gesinnung um nur einige zu nennen). Das sei jedoch nur am Rande erwähnt, viel wichtiger im Bezug auf diese Vision ist unser ureigenes Empfinden für Gerechtigkeit.

Wenden wir uns nun einmal dieser anderen Gerechtigkeit zu, die nicht weltlicher Gesinnung unterworfen ist, sondern der „göttlichen“ Gerechtigkeit. Durch keinen anderen als durch Jesus Christus ist uns diese göttliche Gerechtigkeit so nahe gebracht worden.

Sie basiert auf der Liebe Gottes zu seinen Geschöpfen. Aus ihr kommt Verständnis, Erbarmen, Mitgefühl, Trost und Verzeihen. Unabhängig von unserer weltlichen Einstellung, ist ohne Zweifel unsere Seele nur durch die göttliche Gerechtigkeit in der Lage zu gesunden.

Angesichts dieser Tatsache erscheinen mir viele Dinge in einem anderen Licht, sorgen dafür, dass ich ganz leise werde, beim Ablästern mich sofort erwische, jede Freude daran verliere und das Fingerzeigen nicht richtig gelingen will.

Denn nur über das Verzeihen und das Miteinander, stehen wir in einer tatsächlichen Eigenverantwortung und können uns auch nur so davor bewahren, unsere Seele mehr und mehr zu vergiften.

„Wer Ohren hat zu hören, der höre und wer Augen hat zu sehen, der sehe“.

Nicht umsonst leitete Jesus Christus vor Zweitausend Jahren viele seiner Reden mit diesem Satz ein. Eine Irritation zu glauben, dass wir über beides ausreichend verfügen. Selbst der Einfältigste scheint uns das ein- oder andere Mal um einiges voraus, macht uns deutlich, dass vieles was es zu erfassen gilt keineswegs eine Frage des Verstandes ist.

Ein Miteinander, mehr Zuwendung wäre uns Menschen eine gute Hilfe. Wir haben es zwar erfasst, aber einen Geschäftszweig daraus gemacht und zwangsläufig wird es ärger um uns.

In dem Sinnen dieser Welt ist die Ursache unseres inneren Zerfalls zu suchen.


Osponde


gedruckt am 15.12.2018 - 22:09
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