Vision 5 - Der Antichrist

Aus heutiger Sicht möchte ich folgendes dazu sagen:


Diese Vision zu verstehen sollte kein Problem sein. Man muss sich nur mal vor Augen halten wer und was so alles in seinem Namen sein Unwesen treibt und welche Absichten wirklich dahinter stecken.

Ich zweifle in keiner Weise an des Menschen gutem Glauben und zolle dies mit Respekt, doch sollte sich jeder dreimal überlegen wem er diesen abspricht.

1.Joh. 2.18
„Kinder es ist letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind nun schon viele Antichristen gekommen; daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist. Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns“

Ich denke das ist deutlich. Mit welchem Vers sollte man diese Vision besser beschreiben. Im Übrigen ist der Begriff „anti“ im altgriechischen mit „anstelle“ zu übersetzen.

Matt. 24.4
„Seht zu das euch niemand verführe. Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen.“

Schon die Apostel weisen auf diesen falschen Messias hin und in 2.Kor.11,3 umschreibt es Paulus wie folgt:
„Ich fürchte aber, Dass wie die Schlange Eva verführte mit ihrer Schalkheit, also auch eure Sinne verrückt werden von der Einfalt in Christo. Denn so der da zu euch kommt, einen anderen Jesus predigte, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen anderen Geist empfinget, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, dass ihr nicht angenommen habt, so vertrüget ihr es billig.“

und weiter heißt es in Vers 13 – 15
„Denn solche falschen Apostel und trügliche Arbeiter verstellen sich zu Christi Aposteln. Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich zum Engel des Lichts. Darum ist es auch nicht ein Großes, wenn sich seine Diener verstellen als Prediger der Gerechtigkeit; welcher Ende sein wird nach ihren Werken.“

Das Begehren des Antichristen als Gott verehrt zu werden, die Lehre unseres Herrn Jesus Christus zu verfälschen, sollte uns bewusst sein. Einem halbherzigen Antichristen der sich auf Nebenschauplätzen herum treibt - einer solchen Illusion sollten wir uns nicht hingeben.

Er wird sich nahe jeder Verheißung bewegen, als Gott ausgeben und man wird ihn anbeten!

In meiner Vision sehen wir Christus in zweifacher Ausführung, wobei eine Unterscheidung der Geister hier eine Leichte ist. Anders jedoch in der Realität.

Doch zunächst einmal ist folgendes zu sagen:

Dieser Jesus in zweifacher Ausführung existiert geistig gesehen, tatsächlich! Wir haben von dem Menschen Jesus Christus gehört sowie auch von dem Gott Jesus Christus.

Schon in den Anfängen der Evangeliumsverkündigungen kommt es zu ganz verschiedenen Lehren. Ein Schwerpunkt dieser Auseinandersetzungen ist die These, dass Jesus Christus ganz Mensch war und niemals Gott oder Teilgott gewesen sein konnte, was die gegenteilige Interpretation war. In den darauf folgenden Jahrhunderten setzte sich immer mehr die Vorstellung eines Dreifaltigen Gottes durch. Das fand etwa 500 Jahre nach Christus sein vorläufiges Ende damit, indem man die Lehre vom Dreifaltigen Gott offiziell als die einzig wahre legitimierte, was für andere Lehrverbot, Enteignung, Verfolgung bis hin zur Ermordung bedeutete.

Die unseligen Diskussionen…in das Fleisch gekommen…im Fleisch gekommen… die noch heute geführt werden lassen uns ein wenig davon erahnen. Das und viele weitere Wortspiele ist für Leute die etwas davon zu verstehen glauben. Dem einfachen, in der Mühe stehenden, arbeiteten Menschen wird nichts anderes übrig bleiben als das zu bejahen oder zu verneinen wonach ihm der Sinn steht.
Rufen wir uns doch einmal die ersten drei Gebote in Erinnerung, in denen Gott von sich selbst Zeugnis gibt!

Das erste Gebot zeugt von dem einen Gott und klärt uns darüber auf, dass dieser eine Gott keine weiteren Götter neben sich duldet. Unsere volle und ungeteilte Hingabe beansprucht, um unseres Willen da nur in ihm die ganze Fülle ist, warnt vor bewusster Abwendung bzw. sich bewusst fremden Göttern zu zuwenden.

„Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt hat. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“
Das zweite Gebot sucht zu verhindern dass wir uns eigenen Vorstellungen von der Person Gottes hingeben, wohlwissentlich darum, das wir es nicht zu fassen vermögen. Im Grunde nur dazu fähig sein können zu verringern, unseren Glauben oder unsere Liebe, Vertrauen usw. und uns letztendlich keinen Gefallen damit tun.

„Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!

Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.“


Die Begriffe lieben und hassen und auch die Generationen übergreifenden Heimsuchungen verdeutlichen, dass es um einiges mehr geht als um handgefertigte Gegenstände vor denen man letztendlich auf die Knie geht. Insbesondere wenn wir uns vor Augen halten, dass wir es mit einem lebendigen Gott zu tun haben, der sein Reich vorrangig als ein Innwendiges verstanden wissen will. Im Katechismus, und nicht nur dort, ist dieses 2. Gebot nicht mehr vorhanden. Warum?

Viele haben sich der Vorstellung dieses Dreifaltigen Gottes hingegeben, diesem Versuch das Wesen Gottes zu erklären der sich in den Schriften so nicht findet.

Somit ist das zweite Gebot schon lange nachweislich übertreten. Dem religiösen Machtstreben, insbesondere in Zeiten der ökumenischen Bewegung kann es nur ein Dorn im Auge sein! Andere Beweggründe dieses Gebot aus den Köpfen der Menschen zu streichen, eine solch dreiste Handlung zu erklären, die gibt es wohl nicht wirklich!

Das dritte Gebot mahnt uns und macht deutlich, dass es sich bei den beiden Geboten zuvor nicht um Vorschläge handelt über die man eben mal so nachdenken kann.

„Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.“

Diese deutlichen Aussagen ignorierend ist es dennoch vollbracht, von dem „Gott Jesus Christus“ als Teil eines dreifaltigen Gottes zu sprechen. Andere sprechen von dem einen einzig wahren Gott Jesus Christus der nur die logische Schlussfolgerung dieses irrealen Dreigott sein kann. Wieder andere wähnen uns Menschen selbst schon als Götter. Der Phantasienreichtum im Auslegen der Schriften scheint grenzenlos und die Verblendung oft schon nachweißlich übernatürlicher Natur zu sein.

Ich habe mich entschieden:

Und so glaube ich an den verherrlichten Sohn Gottes, der auferstanden ist, zur rechten Gottes sitzt und dem alles Gericht gegeben ist - dessen Blut für mich vergossen ist und der Mittler ist zwischen mir und meinem Vater im Himmel. Von Beginn an dazu ausersehen, fand er sich nach Gottes Heilsplan in seinem Worte und wurde Fleisch, gezeugt vom Heiligen Geist, geboren durch die Jungfrau Maria. (Junge Frau !?!)

Ich glaube an den heiligen Geist, zu mir gesendet, mich zu leiten, mir dienend zur Heilung, Erbauung und Überwindung.

Da ich mich auf das Wesen Gottes nicht verstehe fällt es mir leicht, Gott Vater, Jesus Christus und den Heiligen Geist, auseinander zu halten. Zu groß ist meine Ehrfurcht dem ausgesprochenen Gebot meines Vaters im Himmel zu widersprechen. Wenn dennoch ich ihn in meinem Herzen unseren Herrn Jesus Christus „meinen Gott“ heiße, dann wohl darum, dass mir das rechte Wort für seine Größe fehlt.

Man sollte sich wirklich einmal ernsthaft Gedanken darüber machen, ob man dem Menschen einen Dienst damit erweißt Jesus Christus Gott zu heißen. Auch wenn man sagt „Ganz Mensch, ganz Gott“ sind doch viele, ausschließlich damit beschäftigt zu dem „Gott“ Jesus Christus zu beten und ihn zu verherrlichen und dabei den Menschen Jesus völlig aus dem Sinn zu verlieren. Das wirkt entlastend und hebt den Menschen aus der Eigenverantwortung, verleitet zum leichtsinnigen Umgang mit der Sünde sowie auch mit sich selbst.

So tut er ganz so wie es in seiner Natur liegt. Das ist die wahre Abwendung, die wahre Verleugnung des Menschen Jesus, seines Werkes und seiner Kraft! Eine befriedigende Nachfolge und ein rechtes Verständnis um die Gnade kann nicht aufkommen. Es kann nur zu Abhängigkeiten und zum Versuch der Selbstreinigung führen, um letztendlich im Aufruf der Gesetzlosigkeit zu münden. Das Reich Gottes aber ist ein innwendiges und findet allein hier sein Urteil! Da nutzen alle Windungen mit dem Worte Gottes und sämtliche Lippenbekenntnisse nichts mehr.

Matt. 7.21
"Nicht jeder, der zu mir sagt: „Herr, Herr!“ wird eingehen in das Himmelreich, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der im Himmel ist, der wird eingehen in das Himmelreich. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: „Herr, Herr, haben wir nicht geweissagt in deinem Namen? Haben wir nicht Dämonen ausgetrieben in deinem Namen? Haben wir nicht viele Wunder gewirkt in deinem Namen?“ Alsdann werde ich ihnen offen erklären: „Ich habe euch niemals gekannt; weicht von mir, die ihr die Werke des Bösen tut!“

So versucht man schon lange den Hirten zu verleugnen, ihn zu verzerren, um auf diese Weise die Schafe in die Irre zu führen!

Der Mensch Jesus, getauft mit dem Heiligen Geist und von Gott in die Vollmacht gehoben, will uns die Freiheit schenken. Er ist voraus gegangen und hat diese Welt überwunden. Nicht ein Gott war es - einen solchen sind wir weder imstande zu begreifen, noch ihm zu folgen - sondern der Mensch namens Jesus und ist uns so zum Zeugnis geworden. So ist es Gottes Ratschlag von Beginn an, dass wir Zeugen sind des Opfers, Befreiung unserer Sünden erfahren und dankend darum den Heiligen Geist empfangen.

Den Menschen Jesus kann man greifen, ihm nach zu folgen als realisierbar erachten und vor allen Dingen sollten wir daran glauben mit seiner Hilfe zu überwinden.




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